Das doppelte Jahr
Windows 10 bekommt seit dem 14. Oktober 2025 Sicherheitsupdates nur noch gegen Bezahlung. Das erste bezahlte Jahr endet am 13. Oktober 2026, und das zweite kostet das Doppelte.
Wer im ersten Jahr nicht bezahlt hat, dessen Rechner bekommen seit Oktober 2025 gar keine Sicherheitsupdates mehr. Sie starten, sie arbeiten, und jede Lücke, die seitdem bekannt wurde, ist auf ihnen offen.
Was ein Rechner kostet
Microsoft verkauft die Verlängerung Unternehmen über seine Volumenlizenzprogramme, je Rechner und Jahr. Der Preis verdoppelt sich jedes Jahr, nach drei Jahren ist Schluss.
Die Jahre bauen aufeinander auf: Wer erst im zweiten Jahr einsteigt, zahlt das erste mit. Microsoft nennt die Preise in US-Dollar, was es in Euro kostet, steht im Angebot des Lizenzhändlers.
Ein Beispiel mit 20 Rechnern: Das zweite Jahr kostet 2.440 US-Dollar. Alle drei Jahre zusammen kosten 8.540 US-Dollar, und danach steht derselbe Rechner ohne Sicherheitsupdates da.
Berechtigt sind Windows 10 Enterprise, Education und Pro in gewerblicher Nutzung, und zwar nur in der letzten Version 22H2. Ohne Aufpreis enthalten ist die Verlängerung für Windows 10 in Windows 365 und Azure Virtual Desktop.
| Jahr | endet am | je Rechner | Einstieg erst in diesem Jahr |
|---|---|---|---|
| 1 | 13.10.2026 | 61 US-Dollar | 61 US-Dollar |
| 2 | 12.10.2027 | 122 US-Dollar | 183 US-Dollar, Jahr 1 wird nachgezahlt |
| 3 | 10.10.2028 | 244 US-Dollar | 427 US-Dollar, Jahr 1 und 2 werden nachgezahlt |
Was die Verlängerung enthält und was nicht
Sie liefert die Sicherheitsupdates, die Microsoft als kritisch oder wichtig einstuft. Mehr nicht: keine neuen Funktionen, keine anderen Korrekturen und keinen technischen Support über die Verlängerung selbst hinaus. Microsoft selbst nennt das Programm eine Überbrückung, keine Dauerlösung.
Wann das zweite Jahr sinnvoll ist
Die Verlängerung ist eine Brücke für Rechner, die nicht sofort umgestellt werden können:
Für einen Rechner, der Windows 11 kann, ist das zweite Jahr Geld für einen Zustand, den ein Upgrade beendet.
- ein Rechner, auf dem eine Fachanwendung läuft, die für Windows 11 noch nicht freigegeben ist
- ein Rechner, der an einer Maschine oder einem Messgerät hängt und nur zusammen mit ihr
- ein Rechner, der Windows 11 nicht kann und im nächsten Jahr ohnehin ersetzt wird
Welche Rechner Windows 11 können
Microsoft verlangt für Windows 11 unter anderem:
An einem einzelnen Rechner zeigt die App PC-Integritätsprüfung von Microsoft, ob er geeignet ist. Wer mehr als eine Handvoll Rechner hat, braucht eine Liste aller Geräte mit Prozessor, Sicherheitsmodul und Windows-Version. Die entscheidet, welcher Rechner ein Upgrade bekommt, welcher ersetzt wird und welcher ein zweites Jahr braucht.
Ein Rechner, der die Anforderungen erfüllt, lässt sich direkt aktualisieren, wenn er mindestens Windows 10 in Version 2004 mit dem Sicherheitsupdate vom 14.09.2021 hat. Programme und Daten bleiben dabei erhalten. Eine Sicherung vorher gehört trotzdem dazu.
- einen Prozessor von Microsofts Liste kompatibler Prozessoren
- ein Sicherheitsmodul TPM in Version 2.0
- UEFI mit der Möglichkeit, Secure Boot einzuschalten
- mindestens 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB Speicherplatz
Was das im Betrieb bedeutet
Ein zweites und drittes Jahr kosten zusammen 366 US-Dollar je Rechner, und danach ist der alte Rechner trotzdem am Ende. Der eigentliche Preis des Aufschiebens ist, dass die Umstellung im Oktober 2028 genauso ansteht, nur mit älteren Geräten und ohne weitere Verlängerung.
Wie wir das angehen
Neue Arbeitsplätze richten wir mit Windows 11 ein, das ist unser Standard. Wir beschaffen, installieren und betreuen Hard- und Software für Geschäftskunden, auch generalüberholte Geräte. Für einen Arbeitsplatz, der nur Windows 11 braucht, lohnt der Vergleich: ein generalüberholtes Gerät gegen zwei weitere Jahre Verlängerung.
Häufige Fragen
Unsere Rechner laufen doch. Wo ist das Problem? Sie laufen, aber ohne Verlängerung bekommen sie seit dem 14.10.2025 keine Sicherheitsupdates mehr. Jede Lücke, die seitdem bekannt wurde, ist auf ihnen offen.
Können wir das zweite Jahr kaufen, ohne das erste gehabt zu haben? Ja, aber nur zusammen mit dem ersten. Die Jahre sind kumulativ, ein Einstieg im zweiten Jahr kostet je Rechner 183 US-Dollar.
Gilt das auch für Windows 10 Home? Das Programm für Unternehmen umfasst Enterprise, Education und Pro in gewerblicher Nutzung. Für Windows 10 Home gibt es ein eigenes Programm für Privatpersonen. Im Unternehmen ist Home ohnehin die falsche Ausgabe: Es lässt sich nicht in eine Domäne aufnehmen.
Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Rechner stehen
Wenn Sie wissen wollen, wie Ihre IT insgesamt dasteht: Unsere Infrastrukturanalyse ist kostenlos und unverbindlich. Wir prüfen Ihre gesamte IT-Infrastruktur und dokumentieren diese. Schreiben Sie uns über die Kontaktseite auf virmas.de.
VIRMAS Systemtechnik GmbH ist ein IT-Systemhaus für Geschäftskunden in Neuenhagen bei Berlin; wir betreuen Unternehmen in Berlin und Brandenburg, mit einem festen Ansprechpartner statt einer anonymen Hotline.
Zum Weiterlesen: Wie lange bekommt Ihr Windows Server noch Sicherheitsupdates? · Abofallen in der IT · Was eine Infrastrukturanalyse zutage bringt
Quellen
Microsoft Learn: Extended Security Updates (ESU) program for Windows 10, Stand 17.11.2025 · Microsoft Learn: Product Lifecycle FAQ, Extended Security Updates, Tabelle „ESU Availability and End Dates“, Stand 24.08.2026 · Microsoft Learn: Windows 10 Home and Pro, Lifecycle · Microsoft Learn: Windows 11 requirements, Stand 21.07.2026
- Microsoft Learn: Extended Security Updates (ESU) program for Windows 10, Stand 17.11.2025
- Microsoft Learn: Product Lifecycle FAQ, Extended Security Updates, Tabelle „ESU Availability and End Dates“, Stand 24.08.2026
- Microsoft Learn: Windows 10 Home and Pro, Lifecycle
- Microsoft Learn: Windows 11 requirements, Stand 21.07.2026
